Türkei, 1997: Die Spannungen zwischen religiösen und säkularen Türken nehmen allmählich zu. Das muss auch der vierzehnjährige Ahmet (Doğa Karakaş) am eigenen Leib erfahren, als er von seinem frisch konvertierten Vater in ein islamisches Wohnheim, eine „Jurte“, geschickt wird.
Ahmet arbeitet hart daran, ein perfekter Sohn zu sein und sich die muslimischen Werte anzueignen. Aber er hat Schwierigkeiten, sich in die rauen Sitten der Jurte einzufügen. In seiner säkularen Tagesschule, wo er sein neues Zuhause vor seinen Mitschülern versteckt, fühlt er sich wiederum isoliert. Sein einziger Trost ist sein neuer Freund Hakan (Can Bartu Arslan) - ein gewiefter Junge, der das Jurtensystem kennt und mit dem sich gemeinsam von Selbständigkeit und Freiheit träumen lässt...
Zurückhaltend und doch in diesen ganz präzisen, atmosphärischen Bildern erzählt Nehir Tunas Langfilmdebüt vom inneren Konflikt eines Jugendlichen zwischen religiöser Erziehung und persönlicher Selbstfindung. In dem eindringlichen Coming-of-Age-Drama ist die Darstellung der Hauptfigur besonders stark geraten, gerade weil ihre Verunsicherung und stille Rebellion ohne große Dialoge, aber mit viel Feingefühl und Bedacht erzählt wird.
"Yurt" vermeidet eindeutige Wertungen und entwickelt seine Kritik an autoritären Strukturen subtil, was dem Film eine große emotionale Tiefe verleiht. Der nachdenklich sensible Film wirkt lange nach und wurde dafür in der Filmfestival Venedig-Sektion 'Orizzonti / Horizons' mit dem "Besten Drehbuch" und auf dem Istanbuler Filmfestival als 'Bester Film' ausgezeichnet.
Türkei, 1997: Die Spannungen zwischen religiösen und säkularen Türken nehmen allmählich zu. Das muss auch der vierzehnjährige Ahmet (Doğa Karakaş) am eigenen Leib erfahren, als er von seinem frisch konvertierten Vater in ein islamisches Wohnheim, eine „Jurte“, geschickt wird.
Ahmet arbeitet hart daran, ein perfekter Sohn zu sein und sich die muslimischen Werte anzueignen. Aber er hat Schwierigkeiten, sich in die rauen Sitten der Jurte einzufügen. In seiner säkularen Tagesschule, wo er sein neues Zuhause vor seinen Mitschülern versteckt, fühlt er sich wiederum isoliert. Sein einziger Trost ist sein neuer Freund Hakan (Can Bartu Arslan) - ein gewiefter Junge, der das Jurtensystem kennt und mit dem sich gemeinsam von Selbständigkeit und Freiheit träumen lässt...
Zurückhaltend und doch in diesen ganz präzisen, atmosphärischen Bildern erzählt Nehir Tunas Langfilmdebüt vom inneren Konflikt eines Jugendlichen zwischen religiöser Erziehung und persönlicher Selbstfindung. In dem eindringlichen Coming-of-Age-Drama ist die Darstellung der Hauptfigur besonders stark geraten, gerade weil ihre Verunsicherung und stille Rebellion ohne große Dialoge, aber mit viel Feingefühl und Bedacht erzählt wird.
"Yurt" vermeidet eindeutige Wertungen und entwickelt seine Kritik an autoritären Strukturen subtil, was dem Film eine große emotionale Tiefe verleiht. Der nachdenklich sensible Film wirkt lange nach und wurde dafür in der Filmfestival Venedig-Sektion 'Orizzonti / Horizons' mit dem "Besten Drehbuch" und auf dem Istanbuler Filmfestival als 'Bester Film' ausgezeichnet.