Auf 1.300 Metern über dem Meeresspiegel liegt in idyllischer Alpenlandschaft das Rückkehrzentrum Bürglkopf. Von hier aus sind es nur 30 Kilometer bis zum bekannten Ski-Ort Kitzbühel, was jedoch schon per Auto eine Stunde dauert. Die Bewohner des Camps Bürglkopf sind nicht motorisiert. Der Abstieg zum nächsten Dorf, Fieberbrunn, dauert eine Stunde zu Fuß, der Aufstieg zurück mindestens 2 Stunden. Der Internetempfang ist schlecht, so dass auch der Kontakt zur Außenwelt und in die Heimat der Camp-Insassen erschwert ist.
Die Menschen im Asylverfahren - deren Antrag oftmals bereits abgelehnt wurde - sollen dort mit Rückkehrberatung, vor allem aber unter dem Druck der Isolation, zur Rückreise in ihre Herkunftsländer bewegt werden. Die idyllische Alpenlandschaft wird zum Schauplatz eines bizarren Nebeneinanders von Geflüchteten, Dorfbewohner*innen und Tourist*innen.
Die hochmodernen Gondeln, die Urlauber*innen aus aller Welt auf die Gipfel befördern, tragen Aufschriften wie "Toleranz", "Solidarität", "Vielfalt", "Respekt". Doch die Camp-Bewohner fühlen sich eingesperrt und nicht menschenwürdig behandelt. Wobei die zuständige Behörde beim österreichischen Innenministerium strikt unterbindet, dass Journalist*innen Zutritt zum Gelände bekommt.
Der Film dokumentiert eindrucksvoll und kommentarlos die immense Diskrepanz zwischen der offiziellen behördlichen Darstellung und der Wahrnehmung der Menschen, die im Camp Bürglkopf leben oder gelebt haben. Mit ruhiger Hartnäckigkeit gelingt es Filmemacherin Lisa Polster, trotz zahlreicher Hürden Kontakt zu Bewohnerinnen des Bürglkopfs zu bekommen. Diese wiederum müssen einigen Mut aufbringen, trotz massiver behördlicher Einschüchterungen mit dem Filmteam zu sprechen. Ein Meisterstück in Sachen Pressefreiheit.
Der Film wurde unter anderem im Dokumentarfilm-Wettbewerb des Max Ophüls Preises gezeigt und gewann mehrere Preise:
Gewinner Bester Dokumentarfilm, Diagonale
Bester Nachwuchsfilm, Diagonale
DOCrazy Award, Doxs Ruhr
Best Central and East European Documentary Film, Ji.hlava IDFF
Auf 1.300 Metern über dem Meeresspiegel liegt in idyllischer Alpenlandschaft das Rückkehrzentrum Bürglkopf. Von hier aus sind es nur 30 Kilometer bis zum bekannten Ski-Ort Kitzbühel, was jedoch schon per Auto eine Stunde dauert. Die Bewohner des Camps Bürglkopf sind nicht motorisiert. Der Abstieg zum nächsten Dorf, Fieberbrunn, dauert eine Stunde zu Fuß, der Aufstieg zurück mindestens 2 Stunden. Der Internetempfang ist schlecht, so dass auch der Kontakt zur Außenwelt und in die Heimat der Camp-Insassen erschwert ist.
Die Menschen im Asylverfahren - deren Antrag oftmals bereits abgelehnt wurde - sollen dort mit Rückkehrberatung, vor allem aber unter dem Druck der Isolation, zur Rückreise in ihre Herkunftsländer bewegt werden. Die idyllische Alpenlandschaft wird zum Schauplatz eines bizarren Nebeneinanders von Geflüchteten, Dorfbewohner*innen und Tourist*innen.
Die hochmodernen Gondeln, die Urlauber*innen aus aller Welt auf die Gipfel befördern, tragen Aufschriften wie "Toleranz", "Solidarität", "Vielfalt", "Respekt". Doch die Camp-Bewohner fühlen sich eingesperrt und nicht menschenwürdig behandelt. Wobei die zuständige Behörde beim österreichischen Innenministerium strikt unterbindet, dass Journalist*innen Zutritt zum Gelände bekommt.
Der Film dokumentiert eindrucksvoll und kommentarlos die immense Diskrepanz zwischen der offiziellen behördlichen Darstellung und der Wahrnehmung der Menschen, die im Camp Bürglkopf leben oder gelebt haben. Mit ruhiger Hartnäckigkeit gelingt es Filmemacherin Lisa Polster, trotz zahlreicher Hürden Kontakt zu Bewohnerinnen des Bürglkopfs zu bekommen. Diese wiederum müssen einigen Mut aufbringen, trotz massiver behördlicher Einschüchterungen mit dem Filmteam zu sprechen. Ein Meisterstück in Sachen Pressefreiheit.
Der Film wurde unter anderem im Dokumentarfilm-Wettbewerb des Max Ophüls Preises gezeigt und gewann mehrere Preise:
Gewinner Bester Dokumentarfilm, Diagonale
Bester Nachwuchsfilm, Diagonale
DOCrazy Award, Doxs Ruhr
Best Central and East European Documentary Film, Ji.hlava IDFF